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Ein Jahr, das man nicht vergessen soll

Ein Jahr, das man nicht vergessen soll

Ein grosses Thema hat das Jahr 2020 geprägt. Die «Glarner Nachrichten» blicken in den nächsten sechs Ausgaben zurück auf ein besonderes Jahr. Und sie stellen die Nominierten für die Auszeichnung «Glarnerin oder Glarner des Jahres» vor.

Sebastian
Dürst
23.12.20 - 04:30 Uhr
Aus dem Leben

Es gibt eine Regel, die im Journalismus fast immer gilt: Menschen interessieren sich für Menschen. Und das heisst auch, dass Informationen am interessantesten vermittelt werden können, wenn sie als Geschichte von Menschen erzählt werden.

Der traditionelle Jahresrückblick der «Glarner Nachrichten» soll darum in diesem Jahr zum Hauptteil Glarnerinnen und Glarner zeigen, die in diesem speziellen Jahr eine spannende Geschichte zu erzählen haben. In den letzten sechs Ausgaben des Jahres finden Sie je eine Doppelseite, die diese Geschichten noch einmal in Erinnerung ruft und zum Nachdenken über das Geschehene anregt.

Und auch wenn natürlich das Coronavirus das Leben im Glarnerland prägte und prägt, haben wir versucht, auch andere Ereignisse in unsere Chronik aufzunehmen. Weil das Leben ja auch in schweren Zeiten nicht stillsteht und ganz viele Geschichten produziert.

Eine Neuerung gibt es aufs Ende des alten Jahres

Der Jahresrückblick 2020 wartet aber noch mit einer weiteren Neuigkeit auf: Im Januar 2020 kürten die «Glarner Nachrichten» zum ersten Mal einen «Glarner des Jahres». Jonas Müller wurde von den Lesern mit deutlichem Vorsprung zum ersten Preisträger gewählt. Für das Jahr 2020 funktioniert die Wahl etwas anders: Die Kandidaten werden im Rahmen des Jahresrückblicks präsentiert. Die Wahl findet dann wie im Vorjahr im Januar statt.

Die Auswahl der Kandidaten gestaltete sich dabei nicht einfach: Viele Glarnerinnen und Glarner haben in diesem Jahr Aussergewöhnliches geleistet. Darum wurden in einigen Fällen einzelne Personen für eine ganze Berufsgruppe nominiert. Und es gilt: Massstab für die Nominierung war nicht die Auswirkung der Leistung, sondern der Geist, der hinter einer Aktion steckt und als Vorbild für andere dienen kann.

Das sorgte für Schlagzeilen:

«Das Cannabis-Projekt in Rüti löst sich in Rauch auf»
Das Cotlan-Projekt wird Ende Januar beerdigt – nachdem es schon länger mit einem Bein im Grab stand. Retten kann es auch das Cannabis nicht mehr, das in Rüti zu medizinischen Zwecken angebaut werden sollte. Es war ein langes Hin und Her zwischen der Gemeinde Glarus Süd und der Projektentwicklerin. 

«Zu wenig Schulzimmer in Glarus Nord»
In Glarus Nord gehen immer mehr Kinder zur Schule. Ein Schulpavillon soll den Platzmangel in Näfels lindern, bis ein neues Schulhaus gebaut ist. Es braucht aber ein Provisorium anstelle des Provisoriums: Weil eine Einsprache den Bau des Pavillons verzögert, wird dieser nicht rechtzeitig vor Ende der Sommerferien fertig. 

«Die Post in Braunwald schliesst Mitte April ihre Filiale»
Die Proteste haben nichts genützt. Nach der Filiale in Linthal schliesst die Post auch diejenige in Braunwald. 
Als Ersatz wird ein Hausservice angeboten. Somit bleibt in Glarus Süd mit Schwanden nur noch eine vollwertige Postfiliale bestehen.

«Die Polizei verhaftet das Rumpelstilzchen»
Fahndungserfolg für die Kantonspolizei Glarus. Die Drogenfahnder heben in Glarus Nord eine professionelle 
Indoor-Hanfplantage aus. In einem Geschäftshaus in Glarus Nord findet die Polizei insgesamt 425 Hanfpflanzen, 
bei einer weiteren Hausdurchsuchung noch Haschisch und Marihuana. Zwei Schweizer werden verhaftet.

«Netstalerstrasse: Die Grünen bleiben im Widerstand allein»
Der Landrat hat am 19. Februar 7,8  Millionen Franken für die Erschliessung des Flugplatzes gesprochen. Die Grünen wollten noch abwarten, blieben aber klar in der Minderheit. Das letzte Wort hat die Landsgemeinde.
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