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Bündner brillieren an Wettbewerb von Elon Musk

Bündner brillieren an Wettbewerb von Elon Musk

Infrastrukturbau im Tunnel – darin sind die Schweizer und Schweizerinnen gut. Findet zumindest Elon Musk. An seinem Wettbewerb holt sich das Schweizer Team mit drei Bündnern den zweiten Platz.

Mara
Schlumpf
20.10.21 - 04:30 Uhr
Aus dem Leben
Nadja Oswald, Davide Ferrari und Layla Just (von links) gehören zu den Teammitgliedern der Firma Swissloop Tunneling von der ETH Zürich. 
Bild Livia Mauerhofer

von Jasmin Schnider und Mara Schlumpf

Elon Musk, jener Elon Musk, der ein eigenes Raumfahrtunternehmen hat und Chef des Autoherstellers Tesla ist, hat zu einem Wettbewerb aufgerufen. Dieser Wettbewerb trägt den Namen «Not-a-Boring Competition» – was auf Deutsch so viel heisst wie «kein langweiliger Wettkampf».

Dazu aufgerufen hatte Musk bereits im Sommer 2020. Im Gegensatz zu den letzten vier SpaceX-Hyperloop-Wettbewerben sollte es dieses Mal nicht um die Kapseln für das Hyperloop-Konzept, sondern die schnellere Infrastrukturentwicklung im Tunnelbau gehen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.

Ein Hyperloop ist ein Hochgeschwindigkeitsverkehrssystem, welches sich aktuell in der Entwicklung befindet. Die Idee ist, dass sich Kapseln in einer möglichst luftleeren Röhre auf Luftkissen gleitend fortbewegen – dies mit einem Tempo, das nahe bei der Schallgeschwindigkeit liegt. 

Bündner auf dem Treppchen

Nun, mehr als ein Jahr später stehen die Sieger fest. Aus 400 teilnehmenden Teams holte sich «Swissloop Tunneling», das offizielle Team der ETH Zürich, den zweiten Platz. Mit dabei sind auch drei Bündner: Layla Just aus Landquart, Nadja Oswald aus Ilanz und Davide Ferrari aus Poschiavo. Sie sind ein Teil des insgesamt 40-köpfigen Teams. Das Team besteht aus Studierenden aus diversen Studiengängen – Maschinenbau, Recht, Wirtschaft und vielen mehr.

Zwölf Teams, darunter Swissloop Tunneling, schafften es ins Finale. Dieses fand in Las Vegas statt. «Es hatte einige europäische Teams. Aber auch von amerikanischen Universitäten nahmen Teams am Wettbewerb teil», erzählt Just gegenüber Radio Südostschweiz. In der allerletzten Runde massen sich noch drei Teams. Die Aufgabe: Wer kann am schnellsten einen 30 Meter langen Tunnel mit einem Durchmesser von 50 cm bauen? Hierbei holte sich das Schweizer Team den zweiten Platz. «TUM Boring» der Technischen Universität München ging als Sieger hervor. «Unter sehr grossem Zeitdruck mussten wir eine entsprechende Maschine bauen. Da ist es toll, wenn man sich weltweit messen und austauschen kann», so Oswald. «Jedes Team hatte eigene Ideen, das war sehr spannend. So entsteht Innovation», ergänzt Ferrari.

Vom Wettbewerb trägt das Team aber nicht nur den Silberpokal nach Hause. Sie haben ausserdem den Innovations- und Designaward abgeräumt. Nach diesem Erfolg ist für Swissloop Tunneling aber noch nicht Schluss: «Es geht jetzt weiter. Natürlich ist das für uns ein grosser Erfolg. Wir haben hart dafür gearbeitet. Nun setzen wir uns wieder an die Maschinen und versuchen, unser System noch mehr zu verbessern», sagt Just. Das Team strebe an, das volle Potenzial der Tunnelbohrmaschine ausschöpfen zu können. Das ganze Interview mit Radio Südostschweiz gibt es hier:

Das ganze Interview mit Radio Südostschweiz gibt es hier.

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