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Langläufer pflanzen Lärchen

Langläufer pflanzen Lärchen

Vor wenigen Wochen schloss der Davoser Forstdienst die Rodungsarbeiten auf dem Loipenstück über die Studwis beim Landwasser in Frauenkirch ab. 

Barbara
Gassler
08.11.21 - 06:55 Uhr
Aus dem Leben

Nötig gemacht hatten die Arbeiten die immer breiter werdenden Maschinen zur Loipenpräparation. Wie üblich in solchen Fällen, muss für die gefällten Bäume Realersatz in Form von Aufforstungen vorgenommen oder das entsprechende Geld in Ersatzmassnahmen gesteckt werden. In Davos entscheidet man sich seit einigen Jahren immer für Ersatzmassnahmen. Dabei wird der Wert der gerodeten Fläche in Geld umgerechnet – 24 000 Franken sind das in diesem Fall – und später für Massnahmen zur Verbesserung der Arten-/Strukturvielfalt im Wald, kurz der Biodiversität, verwendet. «In Davos ist das etwa Lebensraum für das Auerhuhn oder die Waldrandpflege entlang der Seepromenade», erklärt der für Davos zuständige Regionalforstingenieur Markus Stadler.

Bei der Studwis fand man aber in unmittelbarer Nähe einen lohnenden Einsatzort. Entlang des Sutzibachs werden die alten Lärchenbestände verjüngt und eingezäunt, um sie vor Wildverbiss zu schützen. «Der besondere Wert der Lärche liegt darin, dass sie in der Regel offene, das heisst wenig dichte Wälder bildet. Viel Licht bedeutet fast immer gute Bedingungen für verschiedene Lebewesen», sagt Stadler. «Ausserdem ist der Baum mit seinen tiefen Wurzeln trockenheitsresistenter. Im Klimawandel ist das zusätzlich wichtig.»

 

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