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Ein wichtiger Tag für 15’000 Bündnerinnen und Bündner

Ein wichtiger Tag für 15’000 Bündnerinnen und Bündner

Rund 15’000 Bündnerinnen und Bündner betreuen, begleiten oder pflegen ihre Angehörigen. Zur Anerkennung dieses Beitrags wird der 30. Oktober zum «Interkantonalen Tag der betreuenden Angehörigen».

Südostschweiz
27.10.21 - 11:00 Uhr
Aus dem Leben
Immer mehr Menschen erreichen ein hohes Alter – somit gibt es stetig mehr pflegebedürftige Menschen.
Symbolbild Pixabay

Angehörige sind eine wesentliche Stütze für Menschen, die auf Begleitung und Entlastung angewiesen sind. Mit dem Erbringen unzähliger Stunden Betreuungs- und Pflegearbeiten sind sie ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung. Sie unterstützen die erkrankten Familienmitglieder psychisch und sozial, helfen im Haushalt, kaufen ein und organisieren Transporte. Diese Hilfe ist unentbehrlich, damit eine erkrankte Person möglichst lange zuhause bleiben kann. Da immer mehr Menschen ein hohes Alter erreichen, ist es wichtig, die Betreuung pflegebedürftiger Menschen sicherzustellen – eine grosse Herausforderung für die Gesundheitsversorgung.

Das Thema rückt beim Bund und auch im Kanton Graubünden in den Fokus und steht auf der politischen Agenda, wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt. Das neue Bundesgesetz über die Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenbetreuung ist seit Anfang dieses Jahres in Kraft. Es ermöglicht den betreuenden Angehörigen dank bezahltem Urlaub, ihre Berufstätigkeit und die Pflege besser miteinander zu vereinbaren, wie es heisst.

Konkret stehen ihnen bis zu drei Tage für die Betreuung eines Familienmitglieds nach einem Unfall oder einer Krankheit zu. Eltern von schwerkranken Kindern oder Pflegenden von Unfallopfern stehen 14 Wochen Urlaub zur Verfügung. Damit werde die wichtige Rolle der betreuenden Angehörigen in der Gesellschaft hervorgehoben, schreibt der Kanton Graubünden. Auf kantonaler Ebene habe das Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit dem Gesundheitsamt den Auftrag erteilt, die Tätigkeiten für die Erarbeitung eines Aktionsplans zur Unterstützung und Entlastung von pflegenden Angehörigen aufzunehmen.

Das Selbstmanagement ist wichtig für den Erhalt einer guten Balance zwischen Ressourcen und Belastungen. Betreuende und pflegende Angehörige können durch verschiedene Aus- und Weiterbildungen gestärkt werden. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Angeboten. Eine Auswahl solcher Angebote sowie viele weitere hilfreiche Informationen zur finanziellen Unterstützung wie zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten findet ihr auf der kantonalen Informationsplattform www.angehoerige-betreuen.gr.ch

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