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Südostschweiz Standpunkte mit A. Masüger: mehr geschadet als geholfen

Südostschweiz Standpunkte mit A. Masüger: mehr geschadet als geholfen

Mein sehr geehrter Herr Masüger! Heute habe ich mir Ihr Interview mit Pesche Lebrument angeschaut, in welchem die mögliche Bevölkerungs-Spaltung infolge «geimpft oder nicht geimpft» thematisiert wurde und muss schlussendlich sagen: Was für ein selbstherrlicher Zeitgenosse.

Sie betiteln ein Drittel der Schweizer Bevölkerung als «Gleichgültige»; Ihr 4. G, wie Sie selbst sagen.
Sie vergleichen Impfen mit Saufen und Kiffen mit den Worten: «Wenn jemand am Abend eine Flasche Whisky säuft oder sich mit Drogen zudröhnt, so kann er sich doch auch impfen lassen… Wo ist da der Unterschied?»

Sie haben die gesamten 45 Minuten lang nicht das allerkleinste Verständnis für Impfunwillige aufgebracht, im Gegenteil: Sie bezeichnen sie als Irrationale.

Zudem kritisieren Sie, dass ein so kleiner Teil der Schweizer Bevölkerung - es ist immerhin ein Drittel und damit sind das zwischen 2,5 und 3 Millionen einen solchen Riesenwirbel wegen dieser «Soll-Impfung» veranstaltet. Sie schreien nach Toleranz und bezeichnen Impf-Unwillige als intolerant.

Ich bin 62 Jahre alt und mag mich nicht erinnern, dass ich in den vergangenen 30 Jahren an einer Grippe oder Erkältung erkrankt bin. Ich habe mich auch nie grossartig vor diesem Coronavirus geschützt; im Gegenteil, ich wollte herausfinden, ob es mich auch erwischen könnte und habe mich Extremsituationen ausgesetzt. Aber Fehlanzeige, zweimal getestet und das Ergebnis: negativ. Somit zähle ich mich zu jenen Menschen, welche aufgrund ihrer Gen-Konstellation nicht infizierbar sind. Dass dies auch möglich ist, wurde ja mehrmals erörtert und bewiesen.

Also Herr Masüger: Wieso soll ich mich impfen lassen? Es kann mir ja gar nicht besser gehen als jetzt. Verstehen Sie das vielleicht oder werfen Sie alle in den gleichen Topf?

Mit Ihrer Argumentationsart haben Sie meiner Meinung nach mehr geschadet als geholfen; will heissen: Unentschiedene Menschen haben sich wahrscheinlich eher zu den Gegnern bewegt.

Ich habe einen Spruch kreiert, welcher auf dieses Interview zutreffen könnte: «Wird jetzt beschimpft, wer nicht geimpft? ... Dann machts wohl dumm… dieses Impfserumm…».

Valentin Gurt aus Igis

Valentin Gurt
16.10.21 - 16:04 Uhr
Leserbrief
Ort:
Igis

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Ihre Behauptung für die Resistenz zeigt einfach, dass Sie nicht die geringste Ahnung haben, worüber sie schreiben. Dass Sie sich bewusst grossen Risiken ausgesetzt haben, zeigt einfach eine totale Verantwortungslosigkeit, auf die ich nicht stolz wäre. Sie behaupten, dass die Infektion bei Ihnen asymptomatisch verlaufen sei, wofür Sie allerdings keine Evidenz liefern. Das heisst, Sie haben Menschen, die Ihnen ausgesetzt waren, wie Sie ja indirekt behaupten, der Gefahr ausgesetzt, infiziert zu werden. Wären Sie andererseits krank geworden, und die Möglichkeit besteht immer noch, hätten sie unnötig viel Geld gekostet.
Ich fand das Auftreten von Herrn Masüger auch kontraproduktiv, aber was sie da raus lassen, ist viel unsympathischer.

Womit hat er recht, Albert? Die Behauptung, dass er nicht infizierbar sei, ist einfach Blödsinn. Von einem unbehandelten Baum, ist ja auch nicht jeder Apfel verschorft, und nicht jeder Steinpilz ist vermadet, obwohl im Gegensatz zum Coronavirus die Fliegen aktiv nach den Pilzen suchen. Wenn er nicht gesund und genesen ist, was sich mit einem Test nachweisen lässt, und der war ja negativ, kann er immer noch infiziert werden.

Wahre Worte, vielen Dank dafür. Nebenbei, seit wann sind die inhaltsleeren Spalten von Herrn Masüger jemals lesenswert gewesen? Ich denke, hierbei kann man getrost und ohne Verluste die Überspringen-Taste beim Lesen drücken.

Zum Glück gibt es Andrea Masüger. Ein Vollblut-Journalist der sich noch getraut das auszusprechen was die Mehrheit will und was der Mehrheit gut tut! Ein Journalist der sich nicht von einer jaulende, lärmige, glockenschwingende und fanatisierte Minderheit beeinflussen lässt. Danke Herr Masüger!

Herr Masüger macht in der "Pandemie"-Debatte seit langem eine schlechte Figur. Mit herablassender Arroganz glaubt er, sich in das Leben selbstbestimmter Menschen einzumischen zu dürfen, die genau wissen, was sie wollen - und auch, was sie nicht wollen! Unter Artikel 36/1 steht, dass die Verfassung nur in Fällen einer ernster, nicht anders abwendbarer Gefahr eingeschränkt werden dürfe. Dieser Passus ist ein Gummibegriff, der seit langem krass missbraucht wird. Wegen einem einzigen Artikel dürfen zwanzig weitere auf unbestimmte Zeit ausgesetzt werden und Politiker und Medien dürfen sich erfrechen, sämtliche Menschen gegeneinander aufhetzen? Nun macht aber einen Punkt, Leute, und hört auf, gesunde Menschen aus Restaurants, Museen und verschiedenen Anlässen auszusperren!

Wie recht sie haben Herr Gurt.
Mit welcher Arroganz Herr Masüger auftrat war ja kaum auszuhalten. Sind es denn Standpunkte wenn einer aus dem gleichen Medienhaus den andern Interviewt.
Bei Herr Masüger entsteht leider der Eindruck, dass er Intelligenz nicht nur mit dem Suppenlöffel, sondern mit der Schöpfkelle eingenommen hat.

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