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Der Churer Kinokomplex wird zum Gerichtsfall

Der Churer Kinokomplex wird zum Gerichtsfall

Dem Grosskino in Chur West droht Ungemach. Eine Anwohnergruppe ficht die Baubewilligung vor Verwaltungsgericht an - und nötigenfalls später auch vor Bundesverwaltungsgericht.

Denise
Erni
05.09.17 - 06:43 Uhr
Politik
Eine Visualisierung des Churer Kinokomplexes, der zum Gerichtsfall wird.
PRESSEBILD

Nach dem Arealplan Chur West sind nun auch die Pläne des Grosskinos ins Stocken geraten. Dies, weil eine Gruppe von Anwohnern entlang der Raschärenstrasse die von der Stadt Chur erteilte Baubewilligung nun vor Verwaltungsgericht anficht. Zuvor hatte dieselbe Gruppierung schon bei der Stadt Einsprache gegen das Grossprojekt der Domenig Architekten AG gemacht.

Einer der Einsprecher, der aber anonym bleiben möchte, sagte gegenüber der Zeitung «Südostschweiz»: «Es braucht hier kein Kino! Wir wollen nachts nicht noch mehr Lärm und Dreck. Die Wohnqualität nimmt dadurch ab.» Wenn nötig, werde man das Urteil sogar ans Bundesverwaltungsgericht weiterziehen.

Eine, die seit Bekanntgabe der Grosskino-Pläne im Dezember 2015 versucht, das Projekt zu bekämpfen, ist Rita Kalberer. Die Geschäftsführerin der Kino Chur AG fürchtet um ihre Innenstadtkinos – Apollo und Kinocenter. Und vor allem um das Wohl der Churer Innenstadt, wie sie betont.

Was Rita Kalberer mit der aktuellen Debatte zu tun hat, lest Ihr hier:

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Ich finde das einfach nur traurig was da passiert. Eine Gruppe von wenigen Personen schafft es, 99.9% aller Einwohner der Region dermassen ans Bein zu pis... Wieso ist in unserem Rechtsstaat sowas überhaupt möglich? Im Recht sind die Verbraucher, die Einwohner. Und die leiden durch die Kino Chur AG.
Es benötigt wohl ein geschlossenes Boykott damit die mal endlich mit diesem erbärmlichen Theater aufhören.
#KinoChurBoykott

Typisch Schweiz! Sich gegen die Zukunft wehren, alles Neue und Moderne ablehnen, weil man um sein Stück heile Welt und "Tradition" fürchtet.

Liebe Anwohner der Raschärenstrasse, die Strasse gehört nicht euch. Wir, Einwohner der Stadt Chur hätten gern ein modernes Kino statt des maroden, veralteten Kinos der Frau Kalberer, mit dessen winzigkleinen Sälen. Ob die Frau Kalberer selbst hinter der jüngsten Initiative steckt, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Modernisierung und das Wachsen von Chur zu verhindern?

Wie kann man nur so engstirnig sein und sich gegen alles Neue wehren??
Diese ganze Bürokratie, nur damit die Familie Kalberer weiterhin ein Monopol in Sachen Kino in der Stadt Chur hat?? Und das mit fadenscheinigen Argumenten, dass die Stadt danach leer und ausgestorben ist??

Dann hätte der Kanton Graubünden das Verwaltungszentrum sinergie auch nicht ausserhalb der Stadt bauen dürfen und das Einkaufszentrum City West sowieso nicht...

Was folgt als nächstes?? Sammelt H&M Unterschriften falls irgendwann ein Zara nach Chur kommt?? Möbel Stocker falls irgendwo im Umkreis ein IKEA eröffnen würde?? Und McDonalds bei jedem neuen Burger King??

Dia guati Frau Kalberer will ihres Imperium nit verlüra.. d Stadt isch ira ziemlich egal. Ansuschta würd sie merka dass praktisch niamert iri Kinos meh will!

Und d Awohner us däm neu us em Boda gstampfta Quartiar.. ganz ehrlich, mainend dia dass es dött dunna immer so unverbaut blieba wird? As Kino macht nit meh Lärm als as Resraurant oder Bar.. vor allem isch z Apollo/Sunshinepub au ima Wohnquartiar und dött ischs nit waiss i wia lut!

I finds a absoluti sauerei dass mer gega dia baugnehnigung immer wieder isproch erhebt! lönd das kino endlich baua.. 99.999% sind dafür und 0.001% dagega.. isch DAS demokratie? echt.. dia 0.001% söllend endlich rua geh! Sowas vo egoistisch!

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