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Mit Köpfen aus Gemeinden und Gewerbe auf Stimmenfang

Mit Köpfen aus Gemeinden und Gewerbe auf Stimmenfang

Die FDP Graubünden steigt mit zwei Unterstützungslisten in die Nationalratswahlen. Zusätzliche Stimmen bringen sollen fünf Gemeindepolitiker und fünf Gewerbevertreter.

Stefanie
Studer
10.05.19 - 04:30 Uhr
Politik
Kantonalparteipräsident Bruno W. Claus präsentiert die Gewerbe-Supporterliste.
STEFANIE STUDER

Die Chancen sind gut. Jetzt müssen wir sie nur noch packen»: Parteipräsident Bruno W. Claus zeigte sich am Rande der Delegiertenversammlung der FDP Graubünden zuversichtlich, den vor acht Jahren verlorenen Sitz im Nationalrat zurückzugewinnen. Dies soll mit zwei Supporterlisten erreicht werden, die den anwesenden Delegierten am Mittwochabend im Schloss Brandis in Maienfeld präsentiert wurden. Bereits an ihrem Strategiemeeting 2018 hatte sich die Partei gemäss Claus entschlossen, mit mehreren Listen anzutreten, um sich das Proporzsystem bei den Nationalratswahlen zunutze zu machen. «Wir haben nach Persönlichkeiten gesucht, die klar die Hauptliste unterstützen», sagte der Parteipräsident. Die Kandidaten der Hauptliste waren bereits im vergangenen Februar an der Delegiertenversammlung in Laax vorgestellt worden: Michael Pfäffli, Vera Stiffler, Anna Giacometti, Andreas Züllig und Martin Bundi.

Zwei «Sammeltöpfe»

Für die Unterstützungslisten wurden Kandidaten für zwei «Sammeltöpfe» gesucht, wie Claus erklärte: einer Liste mit Gemeindepolitikern und einer mit Gewerbevertretern. In beiden Sparten sei die FDP stark präsent. «Keine Partei in der Schweiz stellt mehr Gemeindepolitiker als die FDP», sagte denn auch der Churer Stadtpräsident Urs Marti, der die Unterstützungsliste Gemeindepolitiker vorstellte. Auf dieser treten an: Susanne Krättli-Lori, Gemeindepräsidentin von Ma- lans, Werner Natter, Gemeindepräsident von Domleschg, Leo Thomann, Gemeindepräsident von Surses, Simi Valär, Mitglied des Davoser Kleinen Landrates, und Martin Wieland, Gemeindepräsident von Tamins.

Stimmen aus dem Gewerbe bringen sollen Peter Engler, CEO der Lenzerheide Bergbahnen AG, Manuela Fetz, Co-Präsidentin der Jungfreisinnigen und Gründerin des Start-up-Unternehmens Schallplattenuhr, Peter Flütsch von der Flütsch Holzbau AG in Splügen, Thomas Rüegg, Hotelier des «Weiss Kreuz» in Thusis, und Moreno Tschudi von der Belloli SA in Grono.

Ein deutliches Nein zur Sonderjagdinitiative

Für Spannung sorgte an der Versammlung die Parolenfassung zur Sonderjagdinitiative, über die am 19. Mai auf kantonaler Ebene abgestimmt wird. Für ein Nein zur Abschaffung der Sonderjagd warb Tarzisius Caviezel, Grossrat und Vizepräsident des Bündner Kantonalen Patentjägerverbandes. Mit 57:6 Stimmen bei 2 Enthaltungen folgten die Delegierten der Abstimmungsempfehlung von Caviezel und beschlossen klar die Nein-Parole. Dagegen konnte auch das Pro-Votum von Erwin Vincenz, Präsident der FDP Surselva, nichts ausrichten.

Deutlich angenommen wurde ausserdem die nationale Vorlage über die Umsetzung der EU-Waffenrichtlinie, welche von der Jungfreisinnigen Flavia Aebli vorgestellt wurde. Mit 63:7 Stimmen bei 0 Enthaltungen fassten die Delegierten die Ja-Parole.

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