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Unterstützung, aber auch Kritik

Unterstützung, aber auch Kritik

Der Kanton Graubünden begrüsst die geplante Impfkampagne des Bundes. Allerdings komme diese zu spät, schreibt das Gesundheitsdepartement in der Konsultation.

Olivier
Berger
06.10.21 - 18:17 Uhr
Politik
Bereitschaft, aber auch Kritik: Gesundheitsdirektor Peter Peyer (Mitte) will vom Bund rasch Klarheit über die Boosterimpfung.
Bild Olivia Aebli-Item

Bis am Mittwoch konnten sich die Kantone zur geplanten Impfoffensive des Bundes äussern. Dieser schlägt unter anderem vor, eine nationale Impfwoche durchzuführen, rund 170 zusätzliche mobile Impfbusse einzusetzen und 50-Franken-Gutscheine anzubieten. Diese Gutscheine sollen Privatpersonen erhalten, die einer anderen Person beim Entscheid für eine Impfung wesentlich geholfen haben. Auch das Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit (DJSG) Graubünden hat zu den Vorschlägen Stellung genommen.  

Mit dem Konzept einer eigentlichen Impfoffensive ist der Kanton laut der Konsultationsantwort des DJSG einverstanden. Man sei allerdings «der Auffassung, dass die Massnahmen zu spät ergriffen werden». Im Übrigen solle nicht nur eine, sondern sollten mehrere Impfwochen durchgeführt werden, schreibt der Kanton nach Bern.

Ein Ja zum Gutschein

Zu den umstrittenen Gutscheinen für die Impfüberzeugungsarbeit schreibt der Kanton, es solle zumindest ein Versuch mit diesem Anreizmittel gestartet werden, «auch wenn solche Systeme in anderen Ländern nicht funktioniert haben». Alternativ oder ergänzend schlägt das DJSG die Einführung kostenloser Antikörperbestimmungen vor. Diese sollten nach dem Willen des Kantons auch unabhängig von der Gutscheinfrage eingeführt werden. 

Alle Impfstellen sollen zudem finanziert werden. «Impfzentren sowie Hausärztinnen und Hausärzte sind besser zu vergüten, damit die Motivation gesteigert werden kann, auch an Tagen mit wenig Terminen das Impf- und Beratungsangebot aufrechtzuerhalten», heisst es in dem Papier. Der Kanton schlägt in diesem Zusammenhang eine Tagespauschale für Impfzentren vor.

Klarheit zum Booster

Ausserdem fordert der Kanton in der Konsultationsantwort möglichst rasch Klarheit darüber, was die sogenannte Boosterimpfung angeht, «damit die Risikogruppen, die als erste geimpft wurden, weiterhin und vor allem auf den kommenden Winter hin gut geschützt bleiben». In diesem Zusammenhang wünscht sich die Regierung auch eine Anschubfinanzierung für Gemeindekollaborationen.

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