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So stimmen die Jungfreisinnigen im Kanton Glarus

So stimmen die Jungfreisinnigen im Kanton Glarus

Die Glarner Jungfreisinnigen nehmen Stellung zu den anstehenden Vorlagen an der kommenden Volksabstimmung.

Südostschweiz
07.11.21 - 14:38 Uhr
Politik
Am 28. November ist Abstimmungssonntag, die Jungfreisinnigen im Kanton Glarus, wissen was sie stimmen.
Bild Livia Mauerhofer

Am 28. November ist Abstimmungssonntag in der Schweiz. Die Jungfreisinnigen des Kantons Glarus (JFGL) haben an ihrer letzten Politsession ihre Parolen beschlossen, wie sie in einer Medienmitteiliung schreiben.

Nein zur Pflegeinitiative

Die Pflegeinitiative sei aus Sicht der JFGL der falsche Weg, um das Problem der überlasteten Pflege zu beheben. Die Forderungen nur für eine bestimmte Berufsgruppe würden nicht in die Bundesverfassung gehören. Das müsse mit Arbeitgebern, Kantonen und Sozialpartnern vereinbart werden. Trotzdem halten sie es für wichtig, auf die Missstände in der Pflege aufmerksam zu machen.  Der indirekte Gegenvorschlag sei der schnellstmögliche Weg, die Anliegen der Initiative umzusetzen.

Nein zur Justizinitiative

Auch bei der Justizinitiative sei der Nutzen nicht klar, so die JFGL. Bereits heute könnten die Richterinnen und Richter am Bundesgericht unabhängig von Parteien ihre Entscheide fällen. Zudem wäre die Fachkommission, die bei einer Annahme gegründet werden würde, nicht mehr demokratisch, sondern intransparent. Die Justizinitiative würde nur neue Probleme schaffen und werde daher von der JFGL einstimmig abgelehnt.

Ja zum Covid-Gesetz

Kritik gab es in den Diskussionen an der Zertifikatspflicht in Bildungsinstitutionen, Ungeipmfte würden zunehmend diskriminiert. Die Spaltung der Gesellschaft bereite der JFGL Sorge. Trotzdem bringe das Covid-Zertifikat mehr Freiheit zurück, als es wegnehme. Auch wenn sich die JFGL für liberale Werte einsetze, es herrsche eine Pandemie, die überwunden werden müsse. Von einem Ja zum Covid-Gesetz erhoffen sich die Jungfreisinnigen ein baldiges Ende der Coronaepidemie.

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