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Der Wein...äääh Grappa-Tipp der Woche

Der Wein...äääh Grappa-Tipp der Woche

Heute widmen wir uns ausnahmsweise nicht einem Wein sondern einem Grappa.

22.09.17 - 16:46 Uhr
Aus dem Leben
Grappa Berta Elisi

Nach dem Hauptgang das Dessert. Und nach dem Dessert darf es gerne ein Grappa sein. Der destilierte Obstbrand hat eine lange Tradition und wird längst nicht nur nach einem italienischen Essen serviert. Unser Experte hat für Euch einen Grappa aus dem Piemont ausgesucht: Den Grappa Berta Elisi.

Was sind die besonderen Eigenschaften dieses Grappas?
Durch das diskontinuierliche Destillationsverfahren kann bei diesem Grappa präzise zwischen den einzelnen Chargen über die Weiterverarbeitung entschieden werden. Dies gewährleistet eine gleichbleibend hohe Qualität des Grappa Elisi. Er zeichnet sich aus durch seine helle Bernsteinfarbe aus, mit einem herrlichen Bouquet von Steinobst, Aprikosen, exotischen Früchten, einem Hauch Kirsche, gebrannten Mandeln und Vanille mit einem samtig weichen Abgang.

Geschichte: Grappa bzw. die Technik des Destillierens von Weintrester wurde zur Zeit der Kreuzzüge aus dem Orient nach Italien gebracht, wo sie sich später durch die Gelehrten in den Klöstern weiterverbreitete. Urkundlich wird Grappa, der destillierte Obstbrand aus dem Tresterabfall der Weinbereitung, 1451 erwähnt. Anfangs der Neuzeit avancierte der Grappa zum Nationalgetränk Italiens.

Produzent: Die Destillerie Berta gehört mitunter den bekanntesten in ganz Italien. Gegründet wurde sie 1947 im Herzen des Piemonts in Monferrato. Nun bereits in zweiter Generation wird die Destillerie von den Gebrüdern Gianfranco und Enrico geführt. Mit der Zeit entwickelte sich die Familie Berta immer weiter zu der Vorzeigedestillerie die sie heute ist, mit Produkten die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind.

Region: Nebst dem Weinbau geniesst auch das Destillieren von Bränden eine lange Tradition im Piemont. Nicht nur verschiedene Nuss- und Obstsorten werden destilliert, sondern vor allem auch Tresterbrände. Das Ausgangsmaterial hierfür liefern die wohl weltbekannten piemontesischen Weine wie Barolo, Barbaresco oder Barbera di Monferrato.

Wissenswertes: Vorsicht ist geboten bei der Unterscheidung zwischen Grappa und Marc. Bei Grappa handelt es sich um eine geschützte Ursprungsbezeichnung, die einen Tresterbrand beschreibt, der in Italien oder in der italienischen Schweiz erzeugt wurde. Marc hingegen bezeichnet den Ursprung in einem anderen Land, z.B. Frankreich. Der Mindestalkoholgehalt beträgt laut EU-Norm 36% Volumen.

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