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Für einmal durften Hunde mit auf den Golfplatz

Für einmal durften Hunde mit auf den Golfplatz

Der Mensch lebt nicht von Golf allein. Einen Hund neben sich zu wissen, wertet den Alltag ebenfalls auf. Kürzlich trafen sich auf der «Matta» golfende Freunde der Vierbeinerzunft.

Davoser
Zeitung
30.09.21 - 13:00 Uhr
Sport
Hans-Rudolf Escher geniesst das Turnier mit seinen Hunden.
zVg/Golf Club Davos

Okay, nicht jeder Hund ist partout ein Freund des Golfspiels. Doch was Herrchen oder Frauchen vor hat, ist prinzipiell immer recht, wenn es nur draussen geschieht. Trotz übler Wetterprognose fanden sich zahlreiche Hundebesitzer mit ihren Wauwaus am Start für das Turnier «bring your dog» ein. Imposant und andersartig hörte sich das Begrüssungszeremoniell an. Anstelle eines zwischenmenschlichen freundlichen «Hallo, wie geht es, ein schönes Spiel wünsche ich» ertönte freudiges Willkommensgebell, und wedelnde Schwänze zuhauf allerorten. Soviel vorweg: Sie, die Vierbeiner, verhielten sich sur place vorbildlich, diszipliniert und folgsam ging es im Bei-Fuss-Modus über die «Matta». Bei den Abschlägen gab es jeweils zumeist ein geduldiges «Sitz!» Der zarte Teppich bei den Fairways ergab zudem ein neuartiges Pfoten-Feeling. Vor dem Start waren die Leckerlis des Sponsors «Platinum» die grossen Renner. Der Hundefutter-Spezialist drückte im Weiteren allen Besitzern eine grosse Portion Hundesnacks in die Hände. 

Kürzung auf elf Löcher

Nun, wie bereits gesagt, liess der Himmel nicht wirklich Gutes verheissen. Zeigte er sich zu Beginn noch gnädig, trompetete er alsbald zur Totalattacke mit Wind, Kälte und Regen im Gepäck. Doch was ein richtiger Hundebesitzer oder eine Hundebesitzerin ist, der oder die ist in aller Regel durch und durch wetterfest. Ja, es gibt sie, die Zamperl, die dieses Wetter nicht wirklich mögen, die bei nasskalter Witterung mit bittendem Hundeblick lieber im Körbchen liegen bleiben. Trotzdem hatte man letztlich seitens Organisation Erbarmen mit Mensch und Tier und verkürzte die Runde hundewetterbedingt auf elf Löcher. Bereits vor Loch vier mussten darüber hinaus zwei sehr junge und überstellige Hunde vom Platz verwiesen werden. 

Teamplay mit Hund

Gespielt wurde im Modus «Zweier-Scramble». Hierbei dürfen die Zweierteams jeweils von der besseren Ballposition der zwei Möglichkeiten weiter­-spielen. Vorteil: Die beiden Golfer und der Hund im Team bleiben dadurch kompakt zusammen. Exzellent spielten Thomas Huber und Mireille Neumann mit Hund «Siggi» auf. Die taffe Truppe erreichte das Ziel mit 38 Punkten netto. Dicht auf deren Fersen folgten Renato Crameri und Reto Tschopp mit 39 Punkten netto. Der Schlag, wovon alle Träumen, gelang Nicole Steinmann-Gartenmann auf dem Loch 7: Sie lochte vom Abschlag direkt ein und feierte ihr «Hole-in-One» nach der Runde mit allen Teilnehmenden. 

Platinum sei Dank

Der Spezialist für Premium-Hundefutter überreichte den Siegern grosszügig bemessene Portionen – was sich wiederum Tier und Mensch gleichermassen gerne gefallen liessen. Generell gab es von allen Teilnehmenden viel Applaus für das generöse Preissponsoring. Hinter dem Erfolg von Platinum steht Marcel Bolli, der im Jahr 2009 durch die teilweise Übernahme des grossen Sortiments als Importeur den Markt in der Schweiz aufmischte. 

Tierische «Matta»-Zukunft?

Was in anderen Clubs bereits gang und gäbe ist, nämlich dass gut erzogene Hunde jederzeit Herrchen und Frauchen auf ihrer Golfrunde begleiten dürfen, steckt in Davos weiterhin in den Kinderschuhen. Dieses Projekt wird mit ebensolchen Turnieren weiter geprüft. Man arbeitet daran und gibt die Hoffnung nicht auf, dass dieses Modell ebenso beim Golf Club Davos künftig einmal Usus sein wird. Der Antrag für das Spiel mit Hund zu Randzeiten ist schon mal abgeblitzt, nun muss er künftig an der Generalversammlung noch einmal beantragt werden. 

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