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Titelverteidiger Zug wieder Leader

Titelverteidiger Zug wieder Leader

Der EV Zug gibt in der Neuauflage des diesjährigen Playoff-Finals gegen Genève-Servette in der letzten Minute eine 4:2-Führung preis, gewinnt aber dennoch in der Verlängerung.

Agentur
sda
01.10.21 - 23:08 Uhr
Eishockey

Leader nach Verlustpunkten sind die ZSC Lions, die sich in Lausanne 3:2 durchsetzen. Die Zürcher liegen drei Punkte hinter dem EVZ, haben aber zwei Partien weniger ausgetragen. Gleich viele Zähler wie die Lions hat Fribourg auf dem Konto. Gottéron feierte mit dem 3:1 bei den SCL Tigers den vierten Sieg in Serie. Die Langnauer verloren somit auch das sechste Heimspiel der Saison.

Das fünftplatzierte Lugano entschied das Tessiner Derby gegen Ambri-Piotta im Penaltyschiessen zu seinen Gunsten. Damit konnten die Gäste doch noch jubeln, nachdem die Leventiner im letzten Drittel ein 1:3 aufgeholt hatten. Bern bezwang die Rapperswil-Jona Lakers 4:1 und kehrte nach drei Niederlagen zum Siegen zurück. Die St. Galler hatten zuvor fünfmal in Folge gewonnen.

Bern beendet Siegesserie der Lakers

Die Rapperswil-Jona Lakers reisten mit fünf Siegen in Serie nach Bern, während die Gastgeber dreimal hintereinander verloren hatten. Dennoch war es der SCB, der das Spieldiktat übernahm und 4:1 gewann.

Die Berner hätten zur ersten Pause höher führen können als mit 1:0 - das Tor erzielte in der 6. Minute Kaspars Daugavins. Verteidiger Ramon Untersander und Cory Conacher holten das Verpasste kurz nach Spielhälfte mit einem Doppelschlag innert 156 Sekunden zum 3:0 (34.) nach. Für den kanadischen Stürmer war es bereits der siebente Treffer in der laufenden Meisterschaft.

Nachdem Sandro Zangger im Powerplay zum 1:3 (38.) verkürzt hatte, stellte Alain Berger in der 51. Minute mit seinem ersten Saisontreffer den Dreitore-Vorsprung wieder her. Danach gab es über den Ausgang der Partie keinen Zweifel mehr, stand der dritte Sieg des SCB in dieser Spielzeit fest. Für den Rapperswiler Topskorer Nando Eggenberger endete eine eindrückliche Serie, hatte er doch zuvor in fünf Partien in Folge getroffen.

Kein Ende des Heimkomplexes der SCL Tigers

Die SCL Tigers können zuhause nicht gewinnen. Mit einem 1:3 gegen Fribourg-Gottéron verloren die Emmentaler auch das sechste Heimspiel in dieser Saison.

Wie am Dienstag durften die Tiger ein Drittel lang mit einer 1:0-Führung im Rücken auf den Sieg hoffen. Ab dem zweiten Abschnitt übernahmen aber die formstarken Freiburger trotz Fehlen des erkrankten Stammgoalies Reto Berra das Kommando. Samuel Walser (38.) im zweiten und Nathan Marchon (49.) im dritten Abschnitt sorgten für die Wende. Fünf Minuten vor Schluss machte Mauro Jörg alles klar.

Gottéron befindet sich nach einer zwischenzeitlichen Baisse wieder im Hoch und feierte den vierten Sieg in Folge. Langnau ist sowieso ein gutes Pflaster für das Team von Coach und Sportchef Christian Dubé: Gegen die SCL Tigers gewann Fribourg seit Oktober 2019 in sieben Anläufen immer.

Ausgerechnet Malgin schiesst die Lions zum Sieg

11:4 lautete das Schussverhältnis im letzten Drittel zu Gunsten von Gastgeber Lausanne, dennoch waren es die ZSC Lions, die das 3:2 schossen. Den Siegtreffer erzielte in der 50. Minute ausgerechnet Denis Malgin, der in der vergangenen Saison noch für die Waadtländer gespielt hatte.

Zuvor hatten die Zürcher ein 0:1 (6.) in ein 2:1 (35.) gewendet. Dafür verantwortlich zeichneten Chris Baltisberger (17.), der im Powerplay erfolgreich war, und Verteidiger Dario Trutmann. Cory Emmerton gelang 45 Sekunden vor der zweiten Pause das 2:2.

Während die Lions den fünften Sieg in den letzten sechs Partien feierten, kommt der LHC nicht vom Fleck. Lausanne schaffte es auch im dritten Anlauf in dieser Saison nicht, einem Sieg einen zweiten folgen zu lassen.

Nichts Neues zwischen Ambri-Piotta und Lugano

Am Ende war es wie immer zuletzt im Tessiner Derby zwischen Ambri-Piotta und Lugano. Der HCL verliess das Eis im siebenten Direktduell in Folge als Sieger. Diesmal brachte erst das Penaltyschiessen die Entscheidung: Während Mark Arcobello und Luca Fazzini für die Gäste reüssierten, liess sich Luganos Goalie Niklas Schlegel im Shootout nicht bezwingen.

Somit wurde Ambri für die Aufholjagd im letzten Drittel nicht belohnt; Daniele Grassi (43.) und Zaccheo Dotti (50.) glichen zum 3:3 aus. Dass die Bianconeri gewannen, daran hatte Fazzini grossen Anteil. Denn der Topskorer der Südtessiner traf nicht nur im Penaltyschiessen, sondern war auch in der regulären Spielzeit erfolgreich, und dies sogar zweimal - zum 2:0 (11.) und 3:1 (37.). Fazzini punktete in der achten Partie in Folge. Er hat in diesen acht Spielen sieben Tore und vier Assists erzielt.

Telegramme:

Bern - Rapperswil-Jona Lakers 4:1 (1:0, 2:1, 1:0)

12'657 Zuschauer. - SR Lemelin/Urban, Progin/Burgy. - Tore: 6. Daugavins (Untersander, Moser) 1:0. 31. Untersander (Scherwey, Jeffrey) 2:0. 34. Conacher (Colin Gerber, Moser) 3:0. 38. Zangger (Djuse, Cervenka/Powerplaytor) 3:1. 51. Berger 4:1. - Strafen: 5mal 2 plus 10 Minuten (Thierry Bader) gegen Bern, 5mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers. - PostFinance-Topskorer: Kahun; Eggenberger.

Bern: Wüthrich; Untersander, Henauer; Andersson, Colin Gerber; Thiry, Hänggi; Kast, Pinana; Conacher, Kahun, Moser; Daugavins, Jeffrey, Scherwey; Fahrni, Thierry Bader, Jeremi Gerber; Berger, Neuenschwander, Sciaroni.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Aebischer, Djuse; Vouardoux, Profico; Jelovac, Sataric; Baragano, Maier; Eggenberger, Rowe, Cervenka; Zangger, Albrecht, Brüschweiler; Wick, Dünner, Neukom; Forrer, Mitchell, Wetter.

Bemerkungen: Bern ohne Blum, Beat Gerber, Praplan und Ruefenacht (alle verletzt), Rapperswil-Jona Lakers ohne Noël Bader, Lammer, Lehmann und Moses (alle verletzt). Rapperswil-Jona Lakers von 58:10 bis 58:44 ohne Torhüter.

SCL Tigers - Fribourg-Gottéron 1:3 (1:0, 0:1, 0:2)

4582 Zuschauer. - SR Tscherrig/Fluri, Steenstra/Duarte. - Tore: 17. Pesonen (Schilt, Olofsson) 1:0. 38. Walser 1:1. 49. Marchon (Walser) 1:2. 56. Jörg 1:3. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 4mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. - PostFinance-Topskorer: Olofsson; Mottet.

SCL Tigers: Mayer; Blaser, Erni; Huguenin, Zryd; Schilt, Grossniklaus; Elsener, Guggenheim; Grenier, Schmutz, Olofsson; Petrini, Diem, Pesonen; Schweri, Berger, Sturny; Weibel, Salzgeber, Loosli.

Fribourg-Gottéron: Hughes; Gunderson, Chavaillaz; Sutter, Furrer; Diaz, Dufner; Jecker; Bykov, Desharnais, Mottet; Rossi, Bougro, Herren; Sprunger, Schmid, DiDomenico; Marchon, Walser, Jörg.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Leeger, Saarela und Zaetta (alle verletzt), Fribourg-Gottéron ohne Berra (krank) und Kamerzin (verletzt). SCL Tigers ab 57:15 ohne Torhüter.

Lausanne - ZSC Lions 2:3 (1:1, 1:1, 0:1)

4980 Zuschauer. - SR Stolc/Dipietro, Schlegel/Cattaneo. - Tore: 6. Fuchs (Powerplaytor) 1:0. 17. Chris Baltisberger (Noreau, Azevedo/Powerplaytor) 1:1. 35. Trutmann (Chris Baltisberger) 1:2. 40. (39:15) Emmerton 2:2. 50. Malgin (Azevedo) 2:3. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lausanne, 2mal 2 Minuten gegen ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Sekac; Roe.

Lausanne: Stephan; Glauser, Barberio; Heldner, Frick; Gernat, Aurélien Marti; Arnold, Genazzi; Bozon, Bertschy, Baumgartner; Riat, Emmerton, Sekac; Jäger, Fuchs, Kenins; Krakauskas, Maillard, Douay.

ZSC Lions: Flüeler; Noreau, Christian Marti; Trutmann, Geering; Weber, Phil Baltisberger; Guebey, Sopa; Chris Baltisberger, Roe, Andrighetto; Azevedo, Malgin, Hollenstein; Diem, Krüger, Sigrist; Aeschlimann, Schäppi, Pedretti.

Bemerkungen: Lausanne ohne Almond, Boltshauser (beide verletzt) und Varone (überzähliger Ausländer), ZSC Lions ohne Bodenmann, Morant, Riedi (alle verletzt) und Quenneville (gesperrt). Lausanne von 58:31 bis 59:27 und ab 59:37 ohne Torhüter.

Ambri-Piotta - Lugano 3:4 (0:2, 1:1, 2:0, 0:0) n.P.

6775 Zuschauer. - SR Piechaczek/Hebeisen, Fuchs/Wolf. - Tore: 10. (9:23) Morini (Riva, Stoffel/Powerplaytor) 0:1. 11. (10:02) Fazzini (Arcobello) 0:2. 26. Kostner (McMillan, Regin/Powerplaytor) 1:2. 37. Fazzini (Arcobello, Alatalo/Powerplaytor) 1:3. 43. Grassi (Pestoni, Fora) 2:3. 50. Zaccheo Dotti (Bianchi) 3:3. - Penaltyschiessen: Kozun -, Arcobello 0:1; Hietanen -, Fazzini 0:2; Regin -, Walker -; Bürgler -. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 4mal 2 Minuten gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Kozun; Fazzini.

Ambri-Piotta: Conz; Fora, Isacco Dotti; Hietanen, Fischer; Fohrler, Zaccheo Dotti; Burren, Pezzullo; Kozun, Regin, Kneubuehler; Bürgler, Heim, McMillan; Pestoni, Grassi, Zwerger; Trisconi, Kostner, Bianchi.

Lugano: Schlegel; Alatalo, Riva; Chiesa, Müller; Nodari, Guerra; Wolf; Fazzini, Arcobello, Carr; Boedker, Herburger, Morini; Bertaggia, Thürkauf, Walker; Traber, Tschumi, Stoffel; Vedova.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne D'Agostini und Dal Pian (beide verletzt), Lugano ohne Josephs, Loeffel, Näser und Werder (alle verletzt).

Rangliste:

1. Zug 11/23 (35:26). 2. Biel 10/22 (35:24). 3. ZSC Lions 9/20 (32:21). 4. Fribourg-Gottéron 10/20 (27:25). 5. Lugano 10/16 (32:28). 6. Rapperswil-Jona Lakers 10/15 (28:28). 7. Davos 8/13 (26:26). 8. Ambri-Piotta 9/12 (22:24). 9. Bern 10/10 (31:28). 10. Genève-Servette 9/9 (23:33). 11. SCL Tigers 10/9 (27:38). 12. Lausanne 8/8 (19:23). 13. Ajoie 8/6 (17:30).

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