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Freiburg übernimmt Tabellenführung in der National League

Freiburg übernimmt Tabellenführung in der National League

Der HC Fribourg-Gottéron übernimmt mit einem 4:1-Heimsieg vor über 8000 Zuschauern gegen Aufsteiger Ajoie (nach einem 0:1-Rückstand) wieder die Tabellenführung in der National League.

Agentur
sda
08.10.21 - 22:46 Uhr
Eishockey

Freiburg übernimmt um zweiten Mal in dieser Saison die Tabellenführung. Gottéron löst Biel als Leader ab. Die Seeländer unterlagen zuhause den ZSC Lions gleich mit 1:5. Für den zweiten Auswärtssieg vom Freitag sorgte Lausanne bei den SCL Tigers (4:3).

Fribourg dank Diaz

Das mit dem 4:1-Heimsieg gegen Ajoie auf den Leaderthron zurückgekehrte Fribourg-Gottéron benötigte ein hartes Stück Arbeit für den sechsten Dreipunkte-Gewinn in Serie.

Das erste Saisontor des Schweizer Nationalteam-Captains Raphael Diaz zum 2:1 im Finish des Mitteldrittels war prompt der Siegtreffer für die Gastgeber.

Ansonsten verzeichneten die Freiburger lange Zeit grosse Mühe, ihr gewohnt schnelles Kombinationsspiel aufzuziehen. Erst in den letzten fünf Minuten wurde der Sieg durch Treffer von David Desharnais sowie dem Empty Netter von Samuel Walser sichergestellt.

Sechs Siege in Folge mit dem Punktemaximum hat Gottéron letztmals in der Saison 2013/2014 geschafft, damals gleich zweimal.

Kneubühler schiesst Siegtor für Ambri

Erst die dritte Führung von Ambri-Piotta entschied die Partie zu Gunsten der Leventiner. Johnny Kneubühler erzielte in der 57. Minute das 3:2-Siegtor gegen Bern. Kneubühler hatte vor wenigen Wochen auch Ambris erstes Tor überhaupt im neuen Stadion erzielt.

Für Bern trafen Dominik Kahun und Dustin Jeffrey zum jeweiligen Ausgleich. Der in der letzten Saison noch für den SC Bern spielende Rückkehrer Inti Pestoni sorgte im Mitteldrittel für Ambris 2:1-Führung. Für den Topskorer der Leventiner war es bereits das sechste Saisontor. Und für das 1:0 zeichnete Michael Fora mit seinem ersten Saisontreffer verantwortlich. Der Captain-Hüne der Leventiner erzielte den Powerplay-Treffer mit seiner altbekannten Stärke, einem Abschluss von der blauen Linie.

Bern wurde in einer hart umkämpften Partie nach zuletzt zwei Siegen in Serie wieder zurückgebunden. Beim SCB kehrten Verteidiger-Haudegen Beat Gerber und der ebenfalls Nationalteam-erfahrene Stürmer Vincent Praplan nach gut zwei- beziehungsweise dreiwöchiger Verletzungspause ins Line-Up zurück.

Ambris Trainer Luca Cereda ist mit 231 Spielen als Headcoach mittlerweile auf Position 3 bei den Leventinern vorgerückt, gleichauf mit dem Kanadier Larry Huras. Nur Huras' Landsmann Serge Pelletier (296) und der Tscheche Jiri Kren (278) wirkten in noch mehr Pflichtspielen als Cheftrainer beim Nordtessiner Dorfklub.

Dritter Davoser Sieg

Davos feiert erstmals in dieser Saison drei Siege in Folge. Die Bündner setzten sich beim 3:1-Sieg gegen Lugano mit einem 3:0 im Mitteldrittel entscheidend ab.

Julian Schmutz und Evergreen Andres Ambühl (in Überzahl) realisierten ihr jeweils viertes Saisontor für den HCD. Für Verteidiger Lukas Stopp war der Treffer zum 3:0 das erste Saisontor.

Die beiden Tabellennachbarn lieferten sich ein abwechslungsreiches Spiel, das für Alessio Bertaggia vorzeitig endete. Luganos Nationalstürmer schied nach einer Schlägerei gegen den Davoser Davyd Barandun mit einem Nasenbeinbruch und Verdacht auf Hirnerschütterung noch vor Spielmitte (27.) aus.

Langnau wartet weiter

Die SCL Tigers plangen auch nach sieben Heimspielen auf den ersten Sieg in der Ilfishalle. Gegen Lausanne, das ebenfalls die Form sucht und noch am Mittwoch in der Champions Hockey League im Einsatz stand (und gegen Adler Mannheim 2:5 verlor), resultierte eine 3:4-Niederlage.

Die Langnauer gingen vorsichtiger als auch schon zu Werk. Aber auch der Plan, sich im eigenen Stadion bis zum fulminanten Finish wie ein Auswärtsteam zu verhalten, ging nicht auf.

Die Vorentscheidung zu Gunsten Lausannes fiel im zweiten Abschnitt, als Ronalds Kenins, Christoph Bertschy und Jason Fuchs die Gäste innerhalb von 15 Minuten 3:0 in Führung brachten.

Langnau hat alle Heimspiele in dieser Saison verloren - trotz dem wohl besten Ausländer-Quartett der Liga, das auch diesmal mit zwei Toren (durch Aleksi Saarela und Jesper Olofsson) für späte Spannung sorgte. Die Langnauer erwachten aber zu spät.

Vouardoux' Premiere

Der Romand Nathan Vouardoux steuerte sein erstes Tor in der National Leaguje zum 4:2-Heimsieg der Rapperswil-Jona Lakers gegen Genève-Servette bei.

Der 20-jährige Verteidiger erzielte zur Spielmitte das 2:1. Sieben Minute vor Spielende beseitigte ein verwandelter Penalty von Roman Cervenka die letzten Zweifel am Erfolg der Gastgeber.

Die St. Galler realiserten den sechsten Sieg aus den letzten sieben Spielen. Dagegen ziert Genève-Servette mit nur drei Siegen aus den ersten zwölf Runden gemeinsam mit den SCL Tigers weiterhin das Tabellenende.

Fribourg - Ajoie 4:1 (0:1, 2:0, 2:0)

8079 Zuschauer. - SR Urban/Hürlimann, Altmann/Wermeille. - Tore: 19. Frossard (Pouilly) 0:1. 22. Marchon (Walser, Jörg) 1:1. 38. Diaz (Rossi, Bykow) 2:1. 55. Desharnais (Jörg, Marchon) 3:1. 59. Walser (Marchon, Jörg) 4:1 (ins leere Tor). - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 3mal 2 Minuten gegen Ajoie. - PostFinance-Topskorer: Mottet; Frossard.

Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Chavaillaz; Sutter, Furrer; Diaz, Dufner; Jecker; Brodin, Desharnais, Mottet; Marchon, Walser, Jörg; Sprunger, Schmid, DiDomenico; Herren, Bykow, Jobin; Rossi.

Ajoie: Wolf; Gauthier-Leduc, Hauert; Birbaum, Eigenmann; Rouiller, Pouilly; Helfer; Bogdanoff, Devos, Schnegg; Huber, Frossard, Schmutz; Rohrbach, Romanenghi, Joggi; Frei, Ness, Macquat.

Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Kamerzin (verletzt), Ajoie ohne Asselin und Hazen (beide verletzt). Ajoie von 55:52 bis 56:57 und 58:49 bis 58:56 ohne Torhüter.

Ambri - Bern 3:2 (1:0, 1:1, 1:1)

6075 Zuschauer. - SR Lemelin/Dipietro, Schlegel/Cattaneo. - Tore: 13. Fora (Bürgler, Heim/Powerplaytor) 1:0. 28. Kahun (Andersson, Praplan/Powerplaytor) 1:1. 35. Pestoni (Grassi, Zwerger) 2:1. 46. Jeffrey (Moser) 2:2. 57. Kneubuehler (Regin, Kozun) 3:2. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 7mal 2 Minuten gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Pestoni; Conacher.

Ambri-Piotta: Conz; Fora, Dotti; Hietanen, Fischer; Fohrler, Burren; Hächler, Pezzullo; Kozun, Regin, Kneubuehler; Bürgler, Heim, McMillan; Pestoni, Grassi, Zwerger; Trisconi, Kostner, Bianchi.

Bern: Wüthrich; Untersander, Mika Henauer; Andersson, Beat Gerber; Thiry, Colin Gerber; Pinana; Praplan, Kahun, Daugavins; Conacher, Jeffrey, Moser; Fahrni, Bader, Scherwey; Sciaroni, Neuenschwander, Berger; Jeremi Gerber.

Bemerkungen: Bern ab 57:56 ohne Torhüter.

SCL Tigers - Lausanne 3:4 (0:0, 1:3, 2:1)

4562 Zuschauer. - SR Stricker/Borga, Fuchs/Kehrli. - Tore: 22. Kenins (Bozon, Bertschy) 0:1. 30. Bertschy (Barberio) 0:2. 37. Fuchs (Jäger, Douay) 0:3. 40. (39:29) Saarela (Huguenin/Powerplaytor) 1:3. 50. Gernat (Sekac, Bozon/Powerplaytor) 1:4. 52. Olofsson (Grenier, Grossniklaus) 2:4. 54. Salzgeber 3:4. - Strafen: je 2mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Olofsson; Frick.

SCL Tigers: Mayer; Blaser, Erni; Huguenin, Zryd; Elsener, Grossniklaus; Schweri, Guggenheim; Grenier, Schmutz, Olofsson; Weibel, Saarela, Pesonen; Diem, Berger, Sturny; Petrini, Salzgeber, Loosli.

Lausanne: Stephan; Heldner, Frick; Marti, Barberio; Glauser, Gernat; Krueger; Bozon, Bertschy, Kenins; Baumgartner, Emmerton, Sekac; Jäger, Fuchs, Douay; Krakauskas, Maillard, Arnold.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Leeger, Zaetta (beide verletzt) und Schilt (gesperrt). SCL Tigers ab 58:36 ohne Torhüter.

Davos - Lugano 3:1 (0:0, 3:0, 0:1)

3892 Zuschauer. - SR Tscherrig/Stolc, Progin/Duarte. - Tore: 29. Schmutz 1:0. 35. Ambühl (Bromé, Dominik Egli/Powerplaytor) 2:0. 39. Stoop 3:0. 44. Morini (Fazzini) 3:1. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos, 4mal 2 Minuten gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Bromé; Fazzini.

Davos: Aeschlimann; Dominik Egli, Wellinger; Heinen, Nygren; Zgraggen, Jung; Stoop, Barandun; Wieser, Prassl, Ambühl; Stransky, Rasmussen, Bromé; Simic, Nussbaumer, Frehner; Knak, Chris Egli, Schmutz.

Lugano: Fatton; Alatalo, Wolf; Nodari, Müller; Chiesa, Näser; Ugazzi; Fazzini, Arcobello, Walker; Bertaggia, Thürkauf, Vedova; Boedker, Morini, Stoffel; Traber, Tschumi, Haussener; Werder.

Bemerkungen: Davos ohne Corvi (verletzt), Lugano ohne Carr, Herburger, Josephs, Loeffel, Riva und Schlegel (alle verletzt). Lugano ab 58:34 ohne Torhüter.

Rapperswil - Servette 4:2 (1:0, 2:1, 1:1)

3111 Zuschauer. - SR Hebeisen/Fluri, Steenstra/Wolf. - Tore: 18. Aebischer (Profico/Powerplaytor) 1:0. 28. Filppula (Le Coultre) 1:1. 30. Vouardoux (Cervenka, Eggenberger) 2:1. 39. Zangger 3:1. 44. Jooris (Moy) 3:2. 53. Cervenka 4:2 (Penalty). - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Eggenberger; Tömmernes.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Baragano, Djuse; Vouardoux, Profico; Jelovac, Maier; Aebischer, Sataric; Zangger, Albrecht, Brüschweiler; Eggenberger, Rowe, Cervenka; Wick, Dünner, Neukom; Wetter, Mitchell, Lammer.

Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Vatanen, Le Coultre; Karrer, Maurer; Smons; Vouillamoz, Filppula, Winnik; Völlmin, Vermin, Miranda; Moy, Jooris, Patry; Riat, Berthon, Smirnovs; Cavalleri.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Bader, Lehmann und Moses (alle verletzt), Genève-Servette ohne Antonietti, Charlin, Mercier, Pouliot, Rod und Tanner (alle verletzt).

Rangliste:

1. Fribourg-Gottéron 12/26. 2. Biel 12/25. 3. ZSC Lions 11/23. 4. Zug 12/23. 5. Davos 12/22. 6. Rapperswil-Jona Lakers 11/18. 7. Ambri-Piotta 11/18. 8. Lugano 12/16. 9. Lausanne 10/14. 10. Bern 12/13. 11. Ajoie 11/9. 12. Genève-Servette 12/9. 13. SCL Tigers 12/9.

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