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Am Swiss Epic für «Pump for Peace»

Am Swiss Epic für «Pump for Peace»

Der Bündner Tausendsassa Claudio Caluori, unter anderem vierfacher Downhill-Schweizermeister, sammelt zusammen mit der Iranerin Faranak Partoazar Geld für Pumptracks in benachteiligten Regionen.

Rinaldo
Krättli
18.08.21 - 15:07 Uhr
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Noch vor wenigen Wochen war Claudio Caluori in Israel und baute während einer Eskalation zwischen Israelis und Palästinensern einen Pumptrack. «Wir haben israelische Helfer und arabische Helfer», erklärte er damals gegenüber der «Südostschweiz». Sein erklärtes Ziel sei es, dass israelische und palästinensiche Kinder den Pumptrack dereinst gemeinsam nutzen, meinte er damals weiter. «Pump for Peace» nennt sich das Projekt, das mithilfe von Spendengeldern, gezielt Pumptracks in benachteiligten Regionen in die Realität umsetzen will. Projekte in Afrika, Thailand und Israel konnten so schon realisiert werden, weitere sollen folgen.

Das Etappenrennens «Swiss Epic» nutzt Caluori nun, um unter dem Teamnamen «Lenzerheide – Pump for Peace» weitere Spendengelder zu sammeln, wie es in einer Mitteilung der Tourismusorganisation von Lenzerheide heisst. Er tut dies mit der Iranerin Faranak Partoazar, der fünffachen iranischen Meisterin im Cross-Country und bisher einzigen iranischen Medaillengewinnerin an den Asienspielen.

Das soziale Engagement von Faranak Partoazar komme nicht von ungefähr: In ihrer Heimat kämpfe sie aktiv für Frauen, deren Rechte und Ansehen im eigenen Land. Sie gilt in der iranischen Mountainbike-Szene als Vorreiterin und Idol für viele junge Athletinnen und solche, die es werden wollen, heisst es weiter. Faranak Partoazar erlangte auch Bekanntheit als Protagonistin im Dokumentarfilm «Free Riding Iran» der beiden Schweizer Enduro-Profis Anita und Carolin Gehrig. In diesem Film berichtet sie über die Herausforderungen als Bikerin in ihrem Land.

Nachdem das Team «Lenzerheide - Pump for Peace» mit Faranak Partoazar und Claudio Caluori in Etappe 1 auf Rang 15 fuhren, reichte es ihnen am Mittwoch für den 6. Rang. Im Gesamtklassement der Kategorie «Mixed» liegen sie nun auf Position 11. Drei Etappen sind noch zu fahren.

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