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Feldiser Hotel verliert vorzeitig den Pächter

Feldiser Hotel verliert vorzeitig den Pächter

Nach nicht ganz fünf Jahren wechselt Betreiber Jean-Noël Nitz vom «Mira-Tödi» in Feldis ins «Weiss Kreuz» in Cazis. Das Berghotel soll nur kurz geschlossen bleiben.

Jano Felice
Pajarola
29.07.21 - 16:28 Uhr
Tourismus
Im August gehts weiter: Das Hotel-Restaurant «Mira-Tödi» (Bildmitte) in Feldis harrt der Wiedereröffnung.
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Noch rund drei Monate hätte sie gedauert, die reguläre fünfjährige Pachtdauer von Jean-Noël Nitz. Doch jetzt hat der gebürtige Elsässer, der zuvor fast drei Jahrzehnte lang in Chur tätig gewesen war, das Hotel-Restaurant «Mira-Tödi» in Feldis vorzeitig verlassen. Wie die Lokalzeitung «Pöschtli» in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, führt Nitz seit Ende Juli neu das Restaurant «Weiss Kreuz» in Cazis. Das mit 14 Zimmern zweitgrösste Hotel von Feldis ist deshalb vorübergehend geschlossen. Schon am 9. August soll der Restaurantteil aber wieder aufgehen, wie Eigentümer Plasch Barandun gegenüber dem «Pöschtli» erklärt. Und die Hotelgäste, die bereits Übernachtungen gebucht hätten, könnten ebenfalls anreisen; alles dafür Nötige werde organisiert. Am 20. August schliesslich werde die Wüeri Immo AG, bei der Barandun im Verwaltungsrat sitze, mit eigenem Personal das «Mira-Tödi» übernehmen und weiterführen.

Die Schuld an der etwas misslichen Situation übernimmt Barandun selber, wie er im «Pöschtli» sagt. Er habe Nitz unbedachterweise erlaubt, vorzeitig aus dem Pachtvertrag auszusteigen, wenn er kurzfristig etwas Neues finde. Der Pächter verlängere seinen Vertrag in Feldis nicht mehr, weil er nach den Erfahrungen mit der Coronapandemie kein Hotel mehr führen wolle. 

Das «Mira-Tödi» war bereits 2015/16 für fast ein Jahr geschlossen gewesen. Eine Zürcher Familie hatte den Betrieb 2012 von den langjährigen Besitzern Silvia und Roman Bernard erworben und weitergeführt, 2015 verliessen die Zuzüger Feldis aber bereits wieder, das Haus kam erneut in den Verkauf. Das Hotel-Restaurant blieb elf Monate verwaist, bis Barandun 2016 die Liegenschaft übernahm und Nitz an Bord holte.

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