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Die Bauern-Metzgerei wird definitiv gebaut

Die Bauern-Metzgerei wird definitiv gebaut

Es war kein einfacher Weg für die Puurä Metzg Sernftal in Engi: Zuerst mussten die Verantwortlichen die Finanzierung neu aufziehen, dann statt einem Umbau einen Neubau planen. Jetzt ist alles geklärt, Baustart ist noch dieses Jahr.

Sebastian
Dürst
28.08.19 - 04:30 Uhr
Wirtschaft
Der Baustart für die neue Metzgerei soll bald erfolgen.
PIXABAY.COM

In Glarus Süd wird es auch in Zukunft ein Schlachthaus geben. Das teilte die Fleischgenossenschaft Sernftal gestern mit. «Wir sind sehr, sehr zufrieden», sagt Genossenschafts-Präsident Ruedi Elmer. «Vor allem, weil man eine Zeitlang nicht unbedingt damit rechnen durfte.»

Die Fleischgenossenschaft betreibt heute schon in Matt einen Schlachtbetrieb, der aber nicht auf dem neusten Stand ist. «Die neue Metzgerei wird topmodern sein und allen Anforderungen entsprechen», sagt Elmer. Entstehen wird sie in Engi, auf dem Gelände der alten ARA. Deren Abbruch startet diesen September, der Neubau im Oktober. Der Bezug des neuen Betriebes ist auf Frühjahr 2020 geplant.

Nicht mehr abwarten

Die Puurä Metzg Sernftal wird ein Dienstleistungsbetrieb für das Schlachten und Verarbeiten der Tiere. Das heisst: Ein Verkaufslokal ist nicht eingeplant. «Es soll Bauern, Jägern und Privatpersonen ermöglichen, ihr Fleisch weiterhin in Glarus Süd verarbeiten zu lassen», sagt Elmer.

Dafür suchen die Genossenschafter noch Kunden, wie sie in der Mitteilung schreiben. «Vielleicht haben einige noch abgewartet, wie sich das Projekt entwickelt. Jetzt ist klar, dass die neue Metzgerei kommt. Wir hoffen, dass wir noch mehr Leute überzeugen können, mitzumachen», so Elmer.

Das Projekt gibt es seit längerer Zeit. Im Februar 2018 hatte es einen ersten Rückschlag erlitten: Ursprünglich zugesagte Bundes- und Kantonsgelder flossen nicht, weil dagegen erfolgreich Einsprache von privaten Metzgern erhoben wurde. Die Bauern mussten sich das Geld selbst suchen. «Ein wesentlicher Betrag kommt von der Berghilfe», sagt Elmer. Aber auch die Genossenschafter und die Glarner Regionalbank hätten dazu beigetragen.

Den zweiten Rückschlag gab es vor einem Jahr, als ein neuer Planer engagiert werden musste. «Dieser machte uns klar, dass wir nicht nur umbauen, sondern neu bauen müssen», so Elmer. Dafür könne man jetzt von einem Leuchtturmprojekt für Glarus Süd sprechen, das für die Zukunft stehe.

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