×

Gestaltet Eure Gemeinde mit!

Gestaltet Eure Gemeinde mit!

Die «Südostschweiz» holt mit suedostschweiz.ch/petitio die schweizweite Petitionsplattform in die Region. Die Seite ermöglicht es Einwohnerinnen und Einwohnern, Anliegen aus ihrer Gemeinde publik zu machen. 

Manuela
Meuli
24.08.21 - 04:30 Uhr
Wirtschaft
Zeit für Veränderung: Mit einer Petition auf der neuen Petitionsplattform kann jeder und jede Stimmen für politische Vorschläge sammeln.
BILD: BERNHARD AEBERSOLD

Eine Tempo-30-Zone, mehr blaue Parkplätze, ein Skatepark oder ein Schlagloch in der Quartiersstrasse – in jeder Gemeinde beschäftigen die Einwohnerinnen und Einwohner solche Themen. Viele wünschen sich eine Veränderung, besprechen das aber meist nur mit der Nachbarin oder dem Kollegen. Passieren tut dann oft nichts. Ausserdem möchte man auch nicht mit jedem kleinen Anliegen direkt zur Gemeinde rennen und schon gar nicht an der nächsten Gemeindeversammlung einen Antrag stellen.

Ab sofort gibt es eine Möglichkeit, sich für solche Anliegen einfach und unkompliziert einzusetzen: Die digitale Plattform suedostschweiz.ch/petitio. Sie ist speziell für lokale Bedürfnisse konzipiert. So kann jede und jeder vom Computer oder Natel aus eine Petition für eine bestimmte Stadt oder Gemeinde lancieren und vorantreiben. Die Anliegen können durch andere Nutzerinnen und Nutzer direkt auf der Plattform unterstützt werden.

Die Petition als demokratisches Instrument ist an sich nichts Neues. Doch statt mit Unterschriftsbögen auf der Strasse Passantinnen und Passanten zu überzeugen, könnt Ihr mit suedostschweiz.ch/petitio online auf Stimmenfang gehen.

Zeitung verschafft Gehör

Ursprünglich lanciert wurde die Plattform «petitio.ch» von CH-Media, damals AZ-Medien. Dadurch wird die Plattform bereits im Grossteil der Deutschschweiz verwendet. Mit suedostschweiz.ch/petitio macht die «Südostschweiz» die Petitionsplattform nun auch für Graubünden, Glarus und das Linthgebiet zugänglich. «Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern der Region eine Plattform bieten, sich einzubringen», erklärt Andres Hartmann, Leiter Nutzermarkt bei Somedia.

Es gibt zwar auch schon andere Petitionsplattformen, doch suedostschweiz.ch/petitio hat den Vorteil, dass sie auf die lokalen Themen unserer Region massgeschneidert ist. Ausserdem ist jede Gemeinde bereits vorprogrammiert, und die zuständigen Behörden sind als Adressat hinterlegt. «Die 127 Gemeinden unseres Einzugsgebiets wurden über die Plattform informiert und haben die Möglichkeit, auf erfolgreiche Petitionen zu antworten», führt Hartmann aus. Die «Südostschweiz» werde aktiv eine Gemeinde informieren, wenn eine Petition die notwendige Anzahl an Unterschriften gesammelt habe. Hartmann ergänzt: «Die Anzahl an notwendigen Unterschriften für eine erfolgreiche Petition richtet sich nach der Haushaltsgrösse der Gemeinde.»

Die Plattform hat zudem den Vorteil, dass alles elektronisch ist. «Jede Eingabe und jede Unterschrift wird verifiziert, dadurch gibt es keinen Missbrauch beim Stimmensammeln», erklärt Hartmann. Auch für die Gemeinden biete suedostschweiz.ch/petito Vorteile, denn sie könnten direkt auf eine erfolgreiche Petition antworten und die Sachlage aus kommunaler Sicht öffentlich erklären und erläutern. «Zudem erhalten wir als Medienhaus spannende Themen aus den Regionen und können darüber berichten», so Hartmann.

So einfach könnt Ihr mit suedostschweiz.ch/petitio Eure Gemeinde mitgestalten:
1. Petition starten: Jede und jeder kann eine Petition für seine Region starten, ohne Teil einer Organisation sein zu müssen. Ihr braucht dazu nur eine gültige Natelnummer, damit Ihre Identität geprüft werden kann.
2. Unterstützer sammeln: Wenn Ihr Eure erstellt habt, teilt Ihr sie mit anderen, um Eurem Anliegen Gehör zu verschaffen. Jede Petition kann während 30 Tagen unterstützt werden. Die Anzahl der erforderlichen Unterstützer hängt von der Grösse der jeweiligen Gemeinde ab.
3. Brief an Verantwortliche: Sobald Eure Petition die benötigte Anzahl Unterstützer für die jeweilige Gemeinde erreicht hat, starten wir den offiziellen Prozess und schicken eine Nachricht an die Verantwortlichen bei der Gemeinde.

Kommentieren

Kommentar senden
Mehr zu Wirtschaft MEHR